A 52  Lückenschluss zwischen Roermond und Elmpt

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Freigelegter Kleinbunker aus dem 2.Weltkrieg

Oben am Orginalstandort

Rechts an neuer Stelle

Gerodete Trasse für den Lückenschluss der A 52 westlich von Elmpt

Trassenbereich der A 52 in Grenznähe

Blick auf den Panzergraben

An der deutsch - niederländischen Grenze: Fahrbahndecke der N 280

Tief im Westen fehlen noch viereinhalb Kilometer Autobahn von der derzeitigen Anschlussstelle Elmpt bis zur Grenze zwischen der Bundesrepublik und den Niederlanden. Die Verkehrsmengen haben in den letzten Jahren, insbesondere nach dem Schengener Abkommen, erheblich zugenommen. Für die Zukunft rechnet man am Tag mit rund 20.000 Fahrzeugen, darunter sehr viele LKW.

Im Jahre 2007 begannen die ersten Rodungsarbeiten im Verlauf der zukünftigen Trasse der Bundesautobahn A 52. Schon im Sommer wurde mit den Ausschachtungsarbeiten für die zukünftige Anschlussstelle Elmpt und dem Übergang der N 280 zur jetzigen B 230 begonnen.

Die jetzige B 230 wird nach Vollendung der Arbeiten teilweise nach Süden verlegt und als Kreis- oder Gemeindestraße zurückgestuft. Der neue Radweg wird nördlich der Autobahn entlang geführt.

Die Trasse wird mit einem Regelquerschnitt von 26 Metern (je zwei Fahrstreifen mit Seitenstreifen) in so genannter Troglage mit bis zu acht Metern Tiefe und zusätzlich Lärmschutzwänden verlaufen.

Neben der Anschlussstelle Elmpt (Überführungsbauwerk mit zwei Kreisverkehrsplätzen) und vier Brücken wird eine große Landschaftsbrücke mit 50 Metern Breite entstehen. Hinzu kommen noch "Irritationsschutzwände", sowie Durchlässe für Amphibien und Kleintiere. Für die zahlreichen Tierarten in dem rund 7.000 ha umfassenden Grenzwald verbessert sich die Situation gegenüber dem bisherigen Zustand der B 230 erheblich. Ausgleichsflächen mit einer Größe von 90 Hektar sind vorgesehen.

Auch die Bodendenkmalpflege hat ihren Stellenwert. Ein Kleinbunker (Bodendenkmal VIE125) aus dem Zweiten Weltkrieg wurde auf Betreiben der Gemeinde Niederkrüchten aus dem Trassenbereich in der Nacht von 28. auf 29. Juli 2007 von seinem bisherigen Standort weggehoben und als Mahnmal etwa 500 Meter weiter nördlich wieder aufgestellt. Nach dem bisherigen Kenntnisstand ist von diesem Bunker aus niemals ein Schuß abgegeben worden.
Auch in Grenznähe vorhanden Panzer- und Schützengräben wurden archäologisch untersucht und dokumentiert.

Am 14.August 2007 fand dann der symbolische Baubeginn statt. Vertreter aus Politik und Straßenbauverwaltung waren aus beiden Ländern angereist. Durch die Anwesenheit von Offizieren der nahe gelegenen britischen Militärgarnision wurde auch die europäische Bedeutung dieses Lückenschlusses unterstrichen. Wird hier doch nicht nur Elmpt und der niederländische Ort Maasniel, oder Mönchengladbach und Roermond miteinander verbunden, sondern die ganze Euregio zwischen Maas und Rhein wächst enger zusammen, wie auch der gesamte West-Ost-Verkehr, als weiterer Schritt für durchgehende europäische Fernstraßenverbindungen, von England, Flandern und Holland leichter durch Süd-Limburg und das Rheinland weiter in das übrige Bundesgebiet fließt.

Diese Baumaßnahme gehört zu den drei deutsch-niederländischen Staatsverträgen zu Straßenzusammenschlüssen (A 52, A 61 und B 56 n), die am 13. April 2005 durch die Verkehrsminister beider Länder unterzeichnet wurden. Der Planfeststellungsbeschluß erfolgte am 5. Februar 2007.

Die Bauarbeiten sollen rund 27,7 Millionen Euro kosten. Sämtliche Verkehrswege bleiben während der Bauzeit befahrbar. Mit der Fertigstellung des Lückenschlusses wird Ende 2008 gerechnet.

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Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesverkehrsminister, Achim Großmann, und der nordrhein-westfälische Verkehrsstaatssekretär Günter Kozlowski (rechts)

v.L.n.R. Günter Kozlowski, Winfried Pudenz, Achim Großmann und Gäste

Der symbolische Baubeginn - die Bagger entrollen die gemeinsame Flagge

A 52  Symbolischer Baubeginn zum Lückenschluss

Arbeitsgemeinschaft Autobahngeschichte o9
Geschichte der deutschen Autobahnen_2016
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