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A4 Saaletal  Zo 4J78
A4 Saaletal So 4J78
A4 Saalesw
A4 Saaletal B
A4 Saaletal in Bau
A4 Saaletalbrücke

A 4  Saaletalübergang bei Jena

Gezeichneter Entwurf der an die Landschaft angepaßten Saaletalbrücke bei Jena

Die am westlichen Saaleufer gelegene Anschlußstelle Jena-Göschwitz musste nach erfolgter Ertüchtigung im Zuge der Bauarbeiten ständig den baulichen und verkehrlichen Anforderungen angepasst werden. Daher wurden die Fahrspuren häufig verlegt. Größte Eingriffe erfolgten durch die nunmehr abgesenkte Höhenlage und den während des Baus daraus folgenden Austausch der Ebenen.

Der westlichste Bogen der Saaletalbrücke wird neu errichtet, da die hier verlaufende B 88 stark verbreitert wird.

Der Saaletalübergang bei Jena ist einer der schönsten Brücken Deutschlands. Nach dem Entwurf des Architekten Friedrich Tamms leiteten die Ingenieure Karl Schaechterle und Oskar Jüngling die Konstruktion einer der längsten Gewölbereihenbrücken Deutschlands. Der Bau begann im Jahre 1937. Es wurden 18 Bögen mit einer lichten Weite von 18,00 m und der westlichste mit einer Weite von 41,44 m errichtet. Die eigentliche Brücke hat eine Länge von 798 m. Mit den beiden Endwiderlagern kommt man auf eine Länge von 828 m. Die Nutzbreite beträgt 20 m. Dieses Bauwerk besteht im Wesentlichen aus Stampfbeton, einer Betonsorte mit einer extrem langen Haltbarkeit. Eines der bekanntesten Bauwerke der Welt, das rund 2000 Jahre alte Kolosseum in Rom, besteht ebenfalls aus Stampfbeton. An der Saaletalbrücke wurden außerdem noch Stahlbeton und Klinker verwandt. Die Außenfassaden wurden mit Kalksandstein verkleidet. 1939 konnten die Arbeiten im Wesentlichen abgeschlossen werden. Die Schlußabnahme erfolgte erst 1941. Kriegsbedingt kam es zu keinerlei Freigabefeierlichkeiten. Den zweiten Weltkrieg überstand die markante Brücke nicht unbeschadet. Zwei Bögen wurden am 11. April 1945 zerstört und erst 1952 bis 1954 wieder orginalgetreu rekonstruiert.

Neben der Saale und ihrem Tal,  wird auch noch die kleinere Roda, die Saaletalbahn, die Holzlandbahn, die B 88 sowie je ein Feld- und Fußweg überbrückt.

Durch die laufende Zunahme des Verkehrs, auch die Transitstrecke (Frankfurt -) Eisenach – Berlin verlief über die Saaletalbrücke, insbesondere aber durch den drastischen Verkehrsanstieg nach dem Fall der Mauer im Jahre 1989, waren die Kapazitätsgrenzen der Brücke schnell erreicht. Auch der lokale Verkehr zwischen Göschwitz und Lobeda verlief zum großen Teil über den Talübergang. Die beiden Richtungsfahrbahnen verfügten jeweils nur über zwei Fahrstreifen ohne Seitenstreifen.

Aufgrund der nicht erweiterbaren Nutzbreite wird südlich des bisherigen Bauwerks mit einem Abstand von fünf Metern eine neue Brücke errichtet.

In der nunmehr in Bau befindlichen Lösung wird die „alte“ Saaletalbrücke-Nord nur noch den Verkehr der Richtungsfahrbahn Eisenach aufnehmen. Die „neue“ Saaletalbrücke-Süd  übernimmt dann den Verkehr Richtung Hermsdorfer-Kreuz. Beide Richtungsfahrbahnen werden dann dreistreifig mit zusätzlichem Seitenstreifen sein.

In der Ausschreibung eines Architektenwettbewerbes, mit der Vorgabe, daß sich das schon vorhandene Bauwerk in dem neuen modern widerspiegeln soll,  setzte sich die nun gewählte Vorzugsvariante durch, da hier die Anzahl der Bogenöffnungen und die Gestaltungen der Pfeiler dieser Vorgabe am weitestgehenden entsprachen. Diese Pfeiler sind Y-förmig und in den Bogenradien der Saaletalbrücke Nord gekrümmt. Diese außergewöhnliche Pfeilerform wurde durch ein speziell angefertigtes, verschiebbares Trag- und Schalgerüst erstellt. Dadurch konnten die Pfeiler im Zwei-Wochen-Takt fertig werden.
Der 1,50 m hohe Überbau, ein so genannter zweistegiger Spannbeton- Plattenbalken, konnte im Taktschiebeverfahren hergestellt werden, wobei pro Woche je-weils etwa 40 m gebaut wurden. Verbaut wurden so 37.500 Kubikmeter Beton sowie 4.720 Tonnen Beton-/Spannstahl. Dichtung und Belag umfassen 14.000 m².

Der neue Stahlbetonbau hat eine Gesamtlänge von 726,02 m und eine Höhe bis zu 21 m. Der Bau begann im Juni 2003 und konnte im Mai 2006 vollendet werden. Er steht auf rund 1.100 Bohrpfählen zu je zwei Metern. Die Investitionssumme lag bei rund  16 Millionen euro. Seit 05.05.2007 verläuft der gesamte Verkehr auf der neuen Saaletalbrücke-Süd. Die Saaletalbrücke-Nord wird seit 14.05. umfassend saniert und für die neuen Aufgaben hergerichtet.

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Saaletal in Bau
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Hermsdorf Regional: Die Autobahnbrücke über die Saale

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Geschichte der deutschen Autobahnen_2016
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