Bildunterschrift  AGAB-Luftbild Arndt

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Ausbau zwischen den Autobahnkreuzen Wanlo und Jackerath

Die planmäßige Fortführung des Tagebaus Garzweiler zur Energiesicherung durfte die Aufrechterhaltung eines leistungsfähigen Autobahnnetzes nicht beeinträchtigen. Täglich befuhren rund 31 000 Fahrzeuge die A 44. Dieser Verkehr muß nun von der 1981 in diesem Abschnitt eröffneten A 61 zusätzlich zu den heute schon vorhandenen etwa 45.000 Fahrzeugen mit aufgenommen werden. Daher war eine der wichtigsten Voraussetzungen für den Verzicht auf die A 44 war der Ausbau der Autobahn 61 zwischen den Autobahnkreuzen Wanlo und Jackerath. Dadurch ist es gelungen beide Erfordernisse in Einklang zu bringen.
Insgesamt 9.700 Meter lang ist die neu ausgebaute Strecke. Die Gesamtkosten des Ausbaus von 45 Millionen Euro werden von dem Betreiber des Tagebaus, der RWE POWER AG getragen.

A 61  Sechstreifiger Ausbau

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Um die sich verändernden Verkehrsströme besser leiten zu können, mußten im 1981 vollendeten AK Wanlo jeweils die Verbindungen der Fahrtrichtung Neuss - Aachen erweitert bzw. neu gebaut werden. Im AK Jackerath betraf dies die jeweiligen Verbindungen Mönchengladbach – Aachen. Zusätzlich mußte hier noch die AS Jackerath angepaßt werden.

Neu errichtet wurde die schon 2004 freigegebene Anschlußstelle Wanlo, südlich des gleichnamigen Autobahnkreuzes, als Ersatz für die an der A 44 wegfallende Anschlußstelle Otzenrath.
Einschließlich des Umbaus der Autobahnkreuze Wanlo und Jackerath sowie der Neubau der Anschlußstelle Wanlo erforderte die 6-streifige Erweiterung den Bau von drei neuen Brücken. Neben den notwendigen Erd-, Straßen- und Entwässerungsarbeiten wurden im Bereich der Orte Wanlo, Keyenberg, Borschemich, Immerath, Pesch und Jackerath umfangreiche Lärmschutzanlagen errichtet. Auf der gesamten Ausbaustrecke wurde zusätzlich ein lärmmindender Fahrbahnbelag aufgebracht.
Der früher 4 Meter breite Mittelstreifen wurde auf nun 1,25 verengt. Dieser Platz konnte gewonnen werden, da nun eine Betonmauer die Leitplanken ersetzt. So konnte eine dritte Spur für jede Richtungsfahrbahn angelegt werden, ohne die bestehende Böschung zu verschieben. Eine Planungsleistung, die enorme Kosten einsparte und den Eingriff in das umfangreiche Böschungsgrün verhinderte.
Die Eingriffe in den Naturhaushalt und die Landschaft werden ausgeglichen. Ehemals versiegelte Flächen werden rekultiviert, u.a. werden 64.000 Sträucher und 100 Bäume gepflanzt, 50.000 qm Ausgleichsfläche begrünt und 90.000 qm Gehölz aufgeforstet.

Nach rund dreijähriger Bauzeit konnte die A 61 am Freitag den 23. September 2005 symbolisch für den Verkehr freigegeben werden. Dazu hatten sich zahlreiche Gäste, darunter NRW-Verkehrsminister Oliver Wittke, Wolfgang Hahn, Leiter der Abteilung Straßenbau im Bundesverkehrsministerium, und Matthias Hartung, Vorstandsmitglied der RWE POWER AG, und der damalige Straßen.NRW-Direktor Henning Klare im Autobahnkreuz eingefunden.

"Mit der Fertigstellung dieser Maßnahme wurde für die geplante Nutzungsdauer von rund 10 Jahren eine leistungsfähige Verkehrsverbindung und somit die Voraussetzung für den nächsten planmäßigen Schritt im weiteren Braunkohleabbau geschaffen", sagte der damalige Bundesverkehrsminister
Dr. Manfred Stolpe in Berlin.

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Blick von Osten über die A 46 zum Autobahnkreuz Wanlo

Autobahnkreuz Wanlo

Anschlußstelle Wanlo

Blick nach Süden auf die sechstreifig ausgebaute A 61

Blick nach Norden auf die sechstreifig ausgebaute A 61

Weitere Informationen: Autobahnkreuz Wanlo  im Luftbild

Arbeitsgemeinschaft Autobahngeschichte o9
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