Ziel unseres Frühjahrstreffens 2007 war zum zweiten Mal die Strecke 46, die als Ursprung der Arbeitsgemeinschaft Autobahngeschichte (AGAB) e.V. gilt.

Auf Spurensuche im Spessart: Baugrube für BW 160
Hangbrücke Wolfsmünster,
Stadt Gemünden am Main

Vereinsmitglied Helmut Schneider zeigte sich unerschrocken:
er ist AGAB-Erstbesteiger des Pfeilers der Saalebrücke Schonderfeld

Vor BW 25, Bau-km 3,031, Unterführung Ortsverbindung Weißenbach - Rupboden, Gemeinde Zeitlofs; Gruppenbild mit Damen

BW 144, Saalebrücke Schonderfeld, Bau-km 23,20-23,45,
Gemeinde Gräfendorf,
Besichtigung der Reste eines weiteren Brückenpfeilers

BW 144, Saalebrücke Schonderfeld, Bau-km 23,20-23,45, Gemeinde Gräfendorf, Nutzung des
Pfeilers als Kletterwand des Deutschen Alpenvereins (DAV)

Vor BW 105, Ortsverbindung Burgsinn - Gräfendorf,
Bau-km 16,825

Unter BW 91 (Bau-km 15,150): Ortsverbindung Burgsinn-Gräfendorf Unterführung "Roter Weg",
Markt Burgsinn

Wir begannen am südlichsten Bauwerk (BW) der Strecke 46, das begonnen wurde: vom BW 209 südöstlich von Gemünden auf der Hochebene befindet sich noch heute ein Widerlager-Rest einer Waldwegunterführung. Außerdem hat man von dort einen weiten Blick Richtung Süden, u. a. zur Burgruine Homburg, der nach Heidelberg zweitgrößten Burganlage Deutschlands.
Als Nächstes stand die Hangbrücke Wolfsmünster auf unserem Programm. Hier sollte als BW 160 ein Viadukt mit elf Halbkreisbogen (ähnlich der Drachenlochbrücke im Zuge des Albabstiegs der A 8) entstehen. Am südlichen Ende der damaligen Dammanschüttung sahen wir die Reste der Bremsberganlage, bei der mit einer Seilwinde das in eine Lore gefüllte Baumaterial hochgezogen und anschließend - nach Drehung um 90° - zur Baustelle in der Schlucht hinab gelassen wurde. Die Baugrube für das Fundament des höchsten Pfeilers ist dort immer noch vorhanden.

Anschließend fuhren wir zur Saalebrücke bei Schonderfeld, dem BW 144. Die 260 m lange Brücke sollte sechs bis zu 16 m hohe Pfeiler aufweisen. Neben Fundamentresten ist der fertig gestellte Pfeiler C mit seiner Buntsandsteinverkleidung ein besonderer Blickpunkt. Heute wird dieser Pfeiler als Kletterwand durch den Deutschen Alpenverein "genutzt". Wir konnten etliche Kletterer bei ihren Aktivitäten beobachten.

Die Besichtigung des BW 105, einer Unterführung des neu zu trassierenden Roten Weges von Burgsinn nach Gräfendorf , folgte danach. Die mit Buntsandstein verkleidete noch gut erhaltene Brücke wurde aufwendig im gewachsenen Fels errichtet. Mit 9 m lichter Weite ist sie ein imposantes Bauwerk. Die noch nicht ausgeführten anschließenden Arbeiten zum Bau der Wegverlegung wären wegen des Felses sehr schwierig geworden. Gleich nördlich davon ist als BW 104 ein Durchlass vorhanden.
Die Unterführung (BW 25) der Straße Rupboden - Weißenbach bei Rupboden ist eine gewölbte buntsandsteinverkleidete Unterführung mit abgetreppten Höhensprüngen im Inneren. Auch dieses Bauwerk ist noch gut erhalten. Wenige Meter daneben lockte uns noch ein Gewölbedurchlass. Ansonsten bestand hier eine gute Möglichkeit zum Einnehmen eines Imbisses.

Das heutige Programm wies zwei unerwartete Besonderheiten auf: zum einen befuhren wir zu einem großen Teil nicht asphaltierte Wege, die uns - in Folge der langen Trockenheit und des schönen Wetters - die "staubigen Reize" einer Wüstendurchquerung ahnen ließen; zum anderen begleitete uns Herr Weber vom "Spiegel", der am Pfeiler der Saalebrücke und vor der Unterführung bei Rupboden umfangreiche Fotoserien schoss. 

Der Rückweg zum Tagungshotel erlaubte fakultativ die Besichtigung des BW 69, einer Waldwegunterführung am Salusbrunnen, und einen letzten Fototermin am Roten Weg.

Traditionell können wir wieder sagen: eine gelungene Veranstaltung bei herrlichem Wetter!

Bericht: Dr.-Ing. Wolfgang Seele          Bilder: Reinhard Arndt, Wolfgang Jäger

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Gruppenfoto
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Vergleiche auch: Strecke 46

16. Treffen in Gemünden am Main 14.04.2007

Arbeitsgemeinschaft Autobahngeschichte o9
Geschichte der deutschen Autobahnen_2016
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