Unser Herbsttreffen 2006 führte uns zur A 8 bei Pforzheim. Dieser in den Jahren 1938 und 1939 dem Verkehr übergebene Teil der A 8 liegt in reizvoller, hügeliger Landschaft und wird in Etappen schon seit vielen Jahren 6-streifig ausgebaut.

Da wir vor zwei Jahren mit den AMen Fürstenwalde und Erkner modern eingerichtete Anlagen besichtigt hatten, war jetzt der Kontrast dazu besonders beeindruckend. Besonders das Gebäude mit dem Silo für Streugut fand unser Interesse. In Heimsheim liegen mehrere etwa 250 cbm Salz fassende Vorratskammern nebeneinander. Das Streugut wurde zunächst per Lkw angeliefert, in die Entladekammer abgekippt und mit einer Krananlage auf die anderen Kammern verteilt. Bei entsprechendem Bedarf wurde das Salz wieder per Kran entnommen und im Raum ganz links auf das Streufahrzeug befördert. Die gesamte Steuerung und Überwachung des Betriebs erfolgte mit Hilfe einer von AM-Mitarbeitern selbst entwickelten maschinellen Anlage. Als "Schmankerl" zeigte uns Herr Müller zum Abschluss seiner Führung interessante und von ihm gesammelte historische Fotos.

Nach diesem Blick in die Vergangenheit war unser nächster Besuch in die nahe Zukunft gerichtet: an der Raststätte Pforzheim kamen wir im Baubüro der Straßenbauverwaltung Karlsruhe zusammen. Hier informierte uns anhand von Lageplänen Herr Asal über den sechsstreifigen Ausbau der A 8 zwischen Pforzheim und Heimsheim. Neben der Verbreiterung werden auch die Gefälle-Strecken entschärft, indem die Autobahn-Gradiente - wo immer es geht - verändert wird. Das ist mit kräftigen Erdbewegungen und teilweise auch seitlicher Verlegung der Trasse verbunden. Zusätzlich wird die AS Pforzheim-Süd geschaffen. Nach ausführlicher Diskussion konnten wir anschließend praktisch die gesamte Baustelle befahren und "studieren".

Zwischen Heimsheim und Leonberg baut die Straßenbauverwaltung Stuttgart
z. Zt. die A 8 aus. Außerdem besichtigten wir die Enzbrücke bei der AS Pforzheim-Ost. Hier ist der Ausbau dieses etwa 4 km langen Teilstücks noch in der Planung. Direkt in der Mitte zwischen zwei Gefälle-Strecken und unmittelbar aufeinander folgend überquert die A 8 die Enz und unterquert eine DB- und zwei Straßenbrücken. Zusätzlich befindet sich die Wohnbebauung gleich daneben. Die Diskussion möglicher Ausbauvarianten füllt inzwischen schon viele Aktenordner.

Alle Besichtigungen fanden bei herbstlich schönem Wetter stand, so dass wir gut gestimmt um 18.00 Uhr die eigentliche Sitzung zur Hauptversammlung beginnen konnten.

Bericht:  Dr.-Ing. Wolfgang Seele, Mannheim                   Bilder: Jürgen Helten

Treffpunkt war die ehemalige Autobahnmeisterei (AM) Heimsheim. Ab 1937 wurden im heutigen Baden-Württemberg sechs AMen (früher Straßenmeistereien genannt) errichtet: Mannheim-Seckenheim, Karlsruhe-
Durlach, Heimsheim, Kirchheim/Teck, Ulm-Dornstadt und Ludwigsburg. Die AM Heimsheim ist seit 2004 geschlossen; ihr ehemaliger Leiter, Herr Müller, der jetzt in der AM Ludwigsburg arbeitet, führte uns durch die verlassene AM. Die AM ist in einigen Bereichen noch eingerichtet und liegt z. Zt. "im Dornröschenschlaf".

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BAB8 aus Rchtng PF
BAB8 Bruecke Petrousse
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Baustelle BAB8 Bild4
Baustelle BAB8 Bild6
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Dachstuhl AM Heimsheim Bild3
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Die AGAB e.V. bedankt sich bei Herrn Müller

Neue und alte Überführung der A 8 bei Perouse

Zum Schluss das obligatorische Gruppenfoto

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Vergleiche auch: Autobahnmeisterei Heimsheim A 8

15. Treffen in Niefern-Öschelbronn
bei Pforzheim  29.09. - 30.09.2006

Arbeitsgemeinschaft Autobahngeschichte o9
Geschichte der deutschen Autobahnen_2016
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